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Das Pädagogische Konzept (Frühjahr 2016)

„Die Seele wird vom Pflastertreten krumm. Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden und tauscht bei ihnen seine Seele um.“

Erich Kästner

Kinder in der Großstadt haben heute häufig wenig Platz zur Verfügung, ihr Leben spielt sich vorwiegend in (engen) Räumen ab, häufig in Verbindung mit einem Überangebot an vorgefertigten Spielsachen. Straßenverkehr, Gebäude, eine ausgebildete Infrastruktur lässt die Menschen immer mehr zusammenrücken. Dies führt zu einer Vielfalt in der Stadtkultur, die große Chancen für das Miteinander birgt, andererseits aber auch das Leben des Einzelnen stark beengen kann. Kinder haben häufig mit einer Reizüberflutung zu kämpfen. Es bleibt wenig Zeit für Muße, für das Sich-Besinnen auf die einfachen Dinge des Lebens, für eigenes Entdecken und dafür, einen wahrhaftigen Bezug zur Umwelt aufzubauen. Dazu gehört zunächst, seinen eigenen Körper kennen zu lernen, die eigenen Sinne zu schärfen, um die Reise ins Unbekannte anzutreten und sich mit seiner Umgebung nach und nach vertraut machen zu können.

Wir möchten unseren Kindern Raum – den Raum der Natur – geben, damit sie sich individuell und zugleich eingebettet in eine Gemeinschaft optimal entwickeln können. Wir setzen auf die Selbstentwicklungsfähigkeiten und -kräfte unserer Kinder. In der Natur eignen sie sich grundlegende Kompetenzen an, die sie für die Entwicklung eines gesunden Selbstverständnisses brauchen. Durch eigenes Tun, durch ein ganzheitliches Erleben mit allen Sinnen findet das Kind zu einer intensiven Wahrnehmung, zu seinem ureigenen Forschungsdrang. Dabei verzichten wir auf vorgefertigtes Spielzeug, und die Kinder entwickeln mit den Materialien, die die Natur ihnen bietet, eigene Spielideen. Das soziale Lernen steht im Vordergrund. Wir setzen nicht auf die Vorverlegung schulischer Lernstoffe in die Kindergartenzeit; wir bieten in einer lebendigen Umgebung Raum zum eigenen Erleben.

Organisatorisches

Mit unserem Kindergarten können wir 23 Kindern die Möglichkeit geben, das ganze Jahr hindurch in den Isarauen Natur und Gemeinschaft zu erleben. Als Basis dienen uns zwei Bauwägen. Die jüngeren Kinder kommen zunächst drei Tage die Woche und haben die Möglichkeit, durch phasenweise besonders intensive Betreuung behutsam in die Gruppe hineinzuwachsen. Die Altersstruktur ist gemischt zwischen zwei und sieben Jahren. Das Betreuungsteam setzt sich aus mindestens einer Erzieherin bzw. einem Erzieher und weiteren vier Betreuungspersonen zusammen. Die Elternschaft übernimmt in verschiedenen Funktionen die Organisation des Kindergartens. Da uns die Zusammenarbeit und der gegenseitige Austausch zwischen Team und Elternschaft sehr am Herzen liegt, veranstalten wir im Abstand von sechs bis acht Wochen Elternabende. Um den Kinder auch mit dem Schuleintritt  weiterhin einen Rahmen zu bieten, in dem sie die sozialen Bindungen zu ihren Kindergartenfreunden, aber auch zum Team aufrecht erhalten können, bieten wir einen Schulkindernachmittag an.

Pädagogischer Ansatz

Waldkindergärten entstanden aus der Idee heraus, wieder einen selbstverständlicheren Bezug zur Natur zu gewinnen. Um mit der Natur vertraut zu werden, muss man sich ganz ihrem Rhythmus anvertrauen. Der Bezugspunkt ist die Erfahrungs- und Erlebniswelt der Kinder. Deren Ideen, Interessen und Probleme stehen im Zentrum der pädagogischen Arbeit.

Dabei verpflichten wir uns nicht auf eine einheitliche pädagogische Richtlinie. Wir handeln nach dem situationsorientierten Ansatz und fühlen uns den pädagogischen Ideen von Rebecca und Maurizio Wild, Maria Montessori, Emmy Pickler und Celestin Freinet verbunden. Unsere Arbeit ist in vielen Elementen auf deren Erkenntnissen aufgebaut (siehe Literaturliste).

Freispiel

»Am Spiel eines Kindes können wir verstehen lernen, wie es die Welt sieht und auslegt – was es gerne wäre, was ihm wichtig ist, welche Probleme es quälen. Im Spiel drückt es aus, was es kaum in Worte kleiden könnte. Kein Kind spielt zum bloßen Zeitvertreib, wenn es das selbst auch glaubt – genau wie die Erwachsenen, die es beobachten. Selbst wenn es teilweise spielt, um die Langeweile zu vertreiben, ist doch das Spiel, das es sich aussucht, von inneren Prozessen, Wünschen, Problemen und Ängsten motiviert. Was im Kopf des Kindes vor sich geht, bestimmt das, was es spielt. Das Spiel ist seine Geheimsprache, die wir auch dann respektieren müssen, wenn wir sie nicht verstehen.« Bruno Bettelheim

In unserem Kindergarten nimmt das Freispiel einen großen Raum ein. Unter Freispiel verstehen wir, dass die Kinder selbst bestimmen, mit wem und was sie spielen, und sie bestimmen Ort, Dauer und Art und Weise des Spiels. Diese Entscheidungsprozesse werden in anderen Bereichen des späteren Lebens immer wiederkehren und sind von enormer Bedeutung. Dabei spielen die täglich wechselnden Gegebenheiten (Jahreszeiten, Wetter, Begegnungen, Fundstücke, Stimmung der Gesamtgruppe) eine große Rolle.

Ein Beispiel: Die Stadtarbeiter haben Bäume umgesägt und aufgeschichtet. Die Kinder werden durch diesen Holzstapel je nach Entwicklungsstand und Stimmung zu verschiedenen Spielen (Boot, Haus, Bergbesteigung, Ritterkämpfe) animiert, oder sie spielen Stadtarbeiter und ahmen Arbeitsabläufe nach, die sie beobachtet haben. Meist wird das Kind mehrmals täglich herausgefordert, »Spiel«-Entscheidungen zu treffen.

Aus folgenden Überlegungen ist uns das Freispiel so wichtig:

* Bei den frei gewählten Aktivitäten lernt das Kind die Möglichkeiten kennen, die sich bieten, wenn man lange und intensiv bei einer Sache bleibt.

* Durch Ausprobieren und Experimentieren werden Lernprozesse in Gang gesetzt.

* Dadurch, dass keine Bewertungen durch Erwachsene erfolgen und keine Lernziele von Erwachsenen durchgesetzt werden, wird bei den Kindern die Lust, eigene Lernziele zu verfolgen und eigene Bewertungen zu erproben, gefördert und damit die Fähigkeit zum selbstbestimmten Lernen.

* Für das einzelne Kind ist das Freispiel die Zeit, in der es sich zeigt und seine Persönlichkeit   entfaltet. Es erhält Respekt für seinen aktuellen Entwicklungsstand.

* Das Freispiel bietet Raum eine altersgemäße Selbstständigkeit zu erwerben und auszuleben.

* Die Zeiten des Freispiels geben die Möglichkeit, die eigenen inneren und äußeren Lebensbedingungen kennen zu lernen und zu meistern. Das Kind kann unmittelbar die Reaktionen der Anderen auf seine Verhaltensweisen und Stimmungen erleben.

* Der breite Raum, dem wir dem Freispiel geben, drückt auch unser Vertrauen in die natürlichen Kräfte des Kindes aus.

Rolle und Aufgabe des Teams im Freispiel:

* Grenzen setzen und eingreifen:

   Wenn die Kinder in der Lage sind, Konflikte selbstständig zu lösen, halten sich die Betreuer zurück. Manchmal machen die Kinder hierbei auch unangenehme Erfahrungen. Weder wird im Sinne »antiautoritärer Erziehung« alles zugelassen, noch soll jede Handlung und sprachliche Äußerung der Kinder kontrolliert werden.

   Außerdem beobachten die Betreuer aufmerksam die Gruppe, damit niemand verloren geht oder zu hoch in die Bäume klettert.

* »Hilf mir es selbst zu tun«:

   Die Kinder haben teilweise Spielideen, zu denen ihnen das nötige Know-how fehlt, z.B. ein Floß mit Schnüren zu verknoten. Wenn sie noch keine Knoten können, übernimmt einer des Teams diesen kleinen Teilabschnitt des Werkstücks, lässt aber die Verantwortung

   für die Fertigstellung bei den Kindern. Es geht nicht um Perfektion im Sinne der Erwachsenen, sondern um die Phantasie und Kreativität der Kinder.

* Mitspielen:

   Es fördert erfahrungsgemäß die sprachliche Entwicklung der Kinder, wenn die BetreuerInnen beim Rollenspiel mitspielen. Die Kinder sind meist sehr begeistert, wenn die Erwachsenen ihre Rolle verlassen und auch mal »Hund, Baby oder Siebenschläfer« sind.

* Gezielte Beobachtung:

   Sie vertieft das Verständnis für das Wesen der einzelnen Kindes, seine Stärken und Schwächen werden im Freispiel deutlich sichtbar: Gibt es Schwierigkeiten in der Motorik, ist die Kontaktaufnahme altersadäquat, dominiert ein Kind ein anderes, nimmt ein Kind monatelang dieselbe Rolle ein? Wie sind die Kompetenzen in Bezug auf Konfliktlösung, wie ausgeprägt das Gerechtigkeitsempfinden, wie variantenreich die Spielideen.

Angebote

Als Ergänzung zum Freispiel werden für die Kinder sogenannte Angebote geschaffen, damit sie sich inhaltlich und gestalterisch mit sich und ihrer Umwelt auseinander setzen. Dabei ist es jedem Kind selbst überlassen, ob es daran teilnimmt oder nicht. Die Angebote bedienen ein breites inhaltliches Spektrum: Sachkunde und Umwelt, Sozialerziehung, Hauswirtschaft, Werken und Gestalten, Bewegung, Musik und Rhythmik, Ethik und Religion.

Oft kommt es im Kindergartenalltag zu spontanen Angeboten: Beobachtungen der Kinder und ihre Erlebnisse werden vom Team aufgenommen und an Ort und Stelle vertieft: Ein Eichhörnchen am Wegesrand führt zu einem kleinen Exkurs über Nahrungskette und Winterschlaf; durch einen toten Maulwurf auf der Wiese  kommt zu einer Konfrontation mit Tod und Vergänglichkeit, die durch ein behutsames Gespräch über diese Themen und eine gemeinsam durchgeführte Beerdigung des Tieres bewältigt werden kann.

Neben den spontanen Angeboten gibt es auch vorbereitete Angebote, die gezielt an die ganze Gruppe, an Teilgruppen, aber auch an einzelne Kinder gerichtet sein können: der Bau eines Iglus, gemeinsames Zubereiten von Holundersirup oder Musik machen. Die Angebote werden möglichst lebensnah, ganzheitlich (emotional, sozial, kognitiv und motorisch) und anschaulich gestaltet und fügen sich in ein inhaltliches Gesamtkonzept ein, das das Kindergartenjahr strukturiert und gezielt Schwerpunkte setzt. Abwechslung in Inhalt, Umsetzung und Material regen immer wieder aufs Neue die natürliche Neugierde der Kinder an.

Zusätzlich bietet einmal wöchentlich eine ausgebildete Rhythmiklehrerin Musik und Bewegung im Freien an.

Tiergestützte Pädagogik

Der Kontakt zu Tieren ermöglicht Kindern eine besonders tiefgehende Naturbegegnung auf emotionaler Ebene. Tiere akzeptieren das Kind vorurteilslos, spenden Trost und spiegeln unmittelbar und ohne zu beurteilen das Verhalten des Kindes wider. Im Umgang mit Tieren wird das Wahrnehmungsvermögen geschult und die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung geweckt. Die Anwesenheit von Tieren eröffnet andere Kommunikationsmöglichkeiten auch für Kinder, die sich in der sprachlichen Kommunikation und im Ausdruck ihrer Gefühle gegenüber Menschen schwer tun, und hat daher einen anerkannt therapeutischen Charakter zur Stärkung sozialer und kommunikativer Kompetenzen.

Der Umgang mit Hunden gehört für die Kinder in den Isarauen zum Alltag und muss früh erlernt werden. Ein in der Gruppe mitgeführter Hund kann ein zusätzliches Angebot sein, durch welches die Kinder Verantwortungsgefühl, Respekt, Trost und Zuneigung lernen und erfahren können sowie Selbstbewusstsein entwickeln können.

Der Naturkindergarten Isarauen unterstützt daher die tiergestützte Pädagogik.

Soziale Erziehung

Kindergärten sind für die meisten Kinder der erste außerfamiliäre Begegnungsraum. Daher ist es von enormer Bedeutung, wie diese Institution beschaffen ist. Die Kinder können lernen, auf andere Kinder zuzugehen, sich abzugrenzen (Nähe- und Distanzregelung), über ihre Spielideen mit anderen Kindern zu sprechen, sich durchzusetzen, ein anderes mal nachzugeben. Sie lernen sich zu streiten und wieder zu vertragen, sie lernen Rücksicht aufeinander zu nehmen, auf jüngere Kinder zu warten oder ihnen zu helfen. Die Kinder lernen andere Meinungen zu akzeptieren und die Welt auch mit „anderen Augen“ zu sehen. Sie gehen Freundschaften und Zweckbündnisse ein. Sie lernen sich an Regeln zu halten, gegen Regeln zu opponieren und bei Bedarf im Gruppengespräch neue Regeln aufzustellen.

Regeln und Grenzen

In unserem Kindergarten begreifen wir Regeln und Grenzen als wichtigen Faktor des Zusammenlebens. Dort wo die Grenze klar ist, findet das Kind einen sicheren Rahmen, in dem es seine Freiheit voll ausleben kann. Jedoch versuchen wir in unserem Kindergarten, die Regeln den Bedürfnissen und der Sicherheit der Kinder anzupassen. Es gibt drei Regelbereiche:

* Respektregel: Lernen, die eigenen und die Grenzen seiner Mitmenschen zu erkennen und zu akzeptieren

* Örtliche Grenzen: Die Kinder können sich frei auf den Wiesen bewegen. Das ist aber nur möglich, da das Team und die Kinder gemeinsam die Grenzen rund um diese Wiesen festgelegt haben, die ohne Betreuer nicht überschritten werden dürfen.

* Sicherheitsregeln: Besonders im Sommer gibt es viele Beeren, Pilze und andere Gewächse, die unverträglich oder giftig sind. Deshalb darf nichts in den Mund gesteckt werden, ohne es vorher einer Betreuerin gezeigt zu haben und ohne es zu waschen. Auch beim Bäume Klettern, beim Spiel am Bach oder an der Isar und im Umgang mit Hunden gibt es klare Vereinbarungen.

Wir versuchen mit einem Minimum an Regeln auszukommen. Die Regeln, die es gibt, werden allerdings konsequent durchgesetzt.

Partizipation und Beschwerdemanagement

Partizipation und das Beschwerdemanagement liegen uns sehr am Herzen.
Alle Kinder im Naturkindergarten Isarauen sollen im Kindergartenalltag lernen, 
ihre Bedürfnisse auszudrücken, und werden damit wahrgenommen.

Wir realisieren die Mitbestimmung der Kinder durch viele Dinge im Alltag (sie können z.B. 
darüber abstimmen, welcher Waldplatz aufgesucht wird) und sie erfahren sich als Element einer demokratischen Gesellschaft.

Alle Kinder werden von uns ermutigt, ihre Meinung offen zu sagen.

Sie werden in ihren Belangen und Ideen oder auch ihrer Beschwerde ernst genommen und wir versuchen, 
ihnen das Selbstbewusstsein zu geben, ihren Standpunkt zu vertreten 

Regeln und Konsequenzen werden gemeinsam mit den Kindern erarbeitet. 
Dadurch können sich die Kinder besser damit identifizieren.

Wir sehen es als wichtige unsere Aufgabe, den Kindern, das Ihnen zustehende Recht auf Beteiligung, 
in der Praxis tatsächlich einzuräumen.

Rechte der Kinder

Jedes Kind in unserem Waldkindergarten hat das Recht

  • auf Individualitä Jedes Kind wird so akzeptiert, wie es ist.
  • aus Selbstbestimmung. Jedes Kind darf seine Wünsche äußern und die eigenen Bedürfnisse im Sinne einer gesunden Entwicklung entfalten. Sein Wille ist frei und alle Wünsche dürfen vorgetragen werden.
  • auf aktive Zuwendung, Geborgenheit und Wärme.
  • auf eine individuelle, altersgerechte Entwicklung, bei der jedes Kind sein Tempo selbst vorgibt.
  • auf Ruhe und die Möglichkeit, sich zurückzuziehen.
  • auf Phantasie und freies Spiel.
  • auf Schutz und Fürsorge durch verantwortungsbewusste Erzieher und Eltern.
  • sich frei zu entfalten, Neues zu entdecken, die Konsequenzen des eigenen Handels zu erfahren und sich mit Risiken auseinanderzusetzen.
  • sich seine Freunde selbst auszusuchen.
  • auf Solidarität in der Gemeinschaft.
  • auf Mitbestimmung bei gemeinschaftlichen Veranstaltungen und Ausflügen.
  • auf Unterstützung dabei, ein positives Selbstbild und eine differenzierte Selbstwahrnehmung zu entwickeln.
  • auf einen ehrlichen, respektvollen und freundlichen Umgang.

Bewegung

Der Freiraum und die Vielfältigkeit der Isarauen bieten zahlreiche Bewegungsherausforderungen. Die Kinder können auf Bäume klettern, auf Baumstümpfen, Wurzelwerk, Ästen und großen Steinen balancieren und durch Bäche waten. Sie bekommen ein Gespür dafür, was sie sich zutrauen können, z.B. von welcher Höhe sie hinunter springen, in welcher Geschwindigkeit sie über unebenes Gelände rennen können, wo sie  Löcher, abgefallene Äste und Isarkiesel berücksichtigen müssen.

Sie erproben ihre Kräfte, indem sie den Bollerwagen ziehen, einen steilen Hang hochklettern, Holz schleppen und Häuschen bauen. Dabei lernen sie ihren Körper kennen, erfahren ihre Grenzen, erleben den Reiz der Gefahr und können in der Gruppe über sich hinaus wachsen. Wo eine Aufgabe zu schwer wird, können andere mit anpacken, so dass die Kinder sich auch auf die Kraft, das Tempo und die Bewegungsgewohnheiten eines anderen einzustimmen lernen und sich am Ende über ein gemeinsames Werk freuen können. Angeregt durch den vielfältigen Spielraum Isarauen werden unterschiedliche Spiele kreiert und eigene Spielregeln entwickelt. Für das gemeinsame Erleben gibt es außerdem Tanz- und Kreisspiele, verschiedene Musikangebote und klassische Bewegungsspiele, die situationsgerecht von den BetreuerInnen eingebracht werden.

Sinneserfahrung

Die Isarauen bieten vielseitige interessante und natürliche Reize. Die Kinder spüren die unterschiedlichen Witterungen auf der Haut, ertasten schleimige Schnecken, pieksende Nadeln, raue Baumrinden und matschen nach Lust und Laune. Sie lauschen dem Rauschen der Blätter, dem Plätschern des Wassers und dem Gesang der Vögel. Beim Balancieren über Baumstämme und beim Laufen auf wackeligen Untergründen wie den Isarkieseln schulen sie den Gleichgewichtssinn. Der Duft einer Blume, von Sonne gewärmtem Holz oder von Bachwasser, das Beobachten von Licht- und Schattenspielen, der Anblick eines schillernden Käferpanzers oder des morgendlichen Frühnebels, all das und noch viel mehr gehört zum alltäglichen sinnlichen Erfahrungsschatz unserer Kinder in den Isarauen.

Gleichzeitig befinden sie sich in einem visuellen und akustischen Schonraum. Stille ist in der heutigen Zeit ungewohnt. Sie ist von unschätzbarem Wert, z.B. für die allgemeine Differenzierung des Wahrnehmungsvermögens, für das Finden von Stabilität durch innere Ruhe und für die Förderung der Konzentrationsfähigkeit.

Kognitive Förderung

Die Bewegungserfahrungen und die sinnliche Wahrnehmung sind für die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten von ganz entscheidender Bedeutung.

Je mehr Bewegungserfahrung ein Kind gemacht hat, je geschickter und sicherer es in den einzelnen Bewegungsabläufen ist, um so beweglicher ist es auch, geistige Aufgaben zu bewältigen und seine Sprache zu differenzieren. Das Kind hat die Erfahrung gemacht »ich kann etwas bewegen, meine Anstrengung lohnt sich« – der produktivste Antrieb zum Lernen.

Auch die sinnliche Wahrnehmung fördert die kognitive Entwicklung. Kinder nehmen die Welt in erster Linie über Sinneseindrücke wahr, um so stärker, je jünger sie sind. Über das Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten und über die Bewegungsempfindungen wird dem Gehirn signalisiert, was die Kinder von der Welt erfahren haben. Wer nichts wahrgenommen hat, kann auch keine Fragen stellen, keine Erklärungen aufnehmen und über nichts nachdenken. Wahrnehmen, Sich-Bewegen, Denken und Handeln sind also bei Kindern aufs Engste verbunden.

Emotionale Entwicklung

Durch die tiefe Bindung an einzelne Orte in den Isarauen und die Wiederkehr des Bekannten wächst das Vertrauen der Kinder in ihre Umgebung und sie entwickeln Gefühle der emotionalen Sicherheit und psychische Stabilität. Aufgrund des täglich wiederkehrenden Erlebens können die Kinder sich neuen Herausforderungen stellen, ihre Grenzen kennen lernen und Ängste überwinden. Das fördert die Bildung des »Selbst-Bewusstseins«.

Die Kinder erleben aus nächster Nähe die Rhythmen des Lebens, sie erleben die Veränderungen in der Natur innerhalb eines Tages und im Wechsel der Jahreszeiten. Mit der Vergänglichkeit alles Lebendigen werden sie besonders konfrontiert, wenn sie tote Tiere finden. Gefühle der Trauer und des Loslassens können gelebt werden. Im Freien ist im Allgemeinen mehr Platz, den Gefühlen Ausdruck zu verleihen. So können die Kinder schreien, toben und »Dampf ablassen«, ohne dass der Lärmpegel ins Unerträgliche steigt. Aber es finden sich auch Nischen, um sich zurück zu ziehen, zu »schmollen«, sich zu sammeln und auszuruhen.

Jede Emotion hat ihre Berechtigung und findet Akzeptanz. Entscheidend ist jedoch, dass der Selbstausdruck eines oder mehrerer Kinder nicht auf Kosten anderer geht. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, ein Gefühl für die Grenzen anderer zu entwickeln, Anteilnahme zu erfahren und Empathie empfinden zu können. Dies gelingt natürlich viel leichter, wenn die Beziehung zu den BetreuerInnen stabil und gut ist, so dass sich die Kinder in jeder Verfassung liebevoll angenommen fühlen, über ihren Ärger und ihre Enttäuschung sprechen können, Trost und Verständnis finden und nicht zuletzt jemanden, der sich mit und an ihnen freut.

Rituale wie z.B. der Morgenkreis, das gemeinsame Mittagessen, Geburtstagsfeiern und andere Feste fördern das Gefühl des Geborgenseins in der Gruppe. Jedes Kind erlebt, dass es wichtig und einzigartig ist, aber auch Teil des gemeinsamen Ganzen.

Spielzeugarm zu Kreativität

Wir verzichten weit gehend auf gekauftes oder vorgefertigtes Spielzeug, um den Kindern den notwendigen Freiraum zu lassen, aus ihren Spielmaterialien kreativ ihre eigenen Spiele zu entwickeln. Ein Stock kann ein Feuerwehrschlauch, eine Puppe, ein Besen, ein Schwert, eine Schranke und ein Krokodil sein; ein Baumstumpf ist mal Ladentheke, mal Sprungbrett. Naturmaterialien fordern die Phantasie heraus, unterstützen alle erdenklichen Rollenspiele und sind wandelbar, je nach Bedürfnis und Verfassung der Kinder, mehr als ein zu einem bestimmten Spielzweck gefertigtes Spielzeug je sein kann. Die Natur lenkt die Kinder nicht vom eigenen inneren Erleben ab, sondern fördert die Auseinandersetzung damit und trägt so ganz erheblich zur Herstellung des inneren Gleichgewichts bei.

Die Isarauen bieten eine Vielzahl von veränderbaren Untergründen und Schätzen an, welche bewegt, verbaut, verformt und gesammelt werden können. Hilfsmittel, die zum  Beobachten, Gestalten oder zum Experimentieren sinnvoll sind (z.B. Lupen, Werkzeug, Seile, Tücher, Farben und auch Scheren, Papier und Kleber), werden gezielt eingesetzt.

Bücher zum Ansehen, Vorlesen und zum Bestimmen entdeckter Tiere und Pflanzen sind im Bauwagen vorhanden. Manchmal braucht ein Kind ein Kuscheltier von zu Hause, das ist aber außer in der Eingewöhnungsphase die Ausnahme. Um den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihr liebstes Spielzeug auch einmal herzuzeigen und zum gemeinsamen Spielen mitzunehmen, gibt es mehrmals im Jahr einen sog. Spielzeugtag.

Die Kinder erleben sich in der Natur als Entdecker und Forscher, als aktive Teilhaber eines großen Ganzen. Eigeninitiative wird gefördert, das Kind gestaltet selbst und gerät nicht in Gefahr zum bloßen Konsumenten zu werden. Dies erscheint uns auch im Sinne der Suchtprävention essentiell wichtig (siehe Literaturliste: Winner, Anja).

Ethisch-kulturelle Erziehung

Die Achtung vor dem Leben wird im täglichen Staunen über die Wunder der Natur auf ganz natürliche Weise erworben. In der Natur ist täglich spürbar, dass nichts bleibt, wie es ist, dass Entstehen, Wachsen und Vergehen natürliche Prozesse sind und jeder Tag etwas

Besonderes. Unsere Kinder sollen als freie, verantwortungsbewusste und tolerante Menschen erzogen werden, unabhängig von einer bestimmten religiösen Weltanschauung. Gebete einer Konfession gehören nicht zum Kindergartenalltag. Feste und Bräuche unseres Kulturkreises (Fasching, Ostern, Erntedank, St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Geburtstage etc.) werden in der Regel gefeiert. Im Bedarfsfall oder bei Interesse wäre es zudem wünschenswert, die wichtigsten Feste anderer Weltreligionen aufzugreifen und inhaltlich zu behandeln.

Einbindung ins tägliche Leben

Die Kinder sollen ihre Umwelt mit allen Sinnen erfahren. Dazu gehört in unserer zivilisierten Welt nicht nur, sich in der Natur zu bewegen, sondern auch alltägliche Zusammenhänge in der Stadt begreifbar zu machen. Deshalb sind uns Ausflüge z.B. zur Feuerwehr, ins Museum, zu Veranstaltungen, ins Schwimmbad, in eine Gärtnerei, aber auch mal zu einem Bauernhof wichtig. Die Kinder lernen auf dem Weg dorthin auch das Verhalten im Straßenverkehr und erleben die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Dies alles sind Erfahrungen, die den Kindern umfassendes Wissen vermitteln, damit sie Schritt für Schritt ihre Umwelt begreifen und sich darin zurechtfinden können.

Gesundheit

Der Naturkindergarten und damit der Aufenthalt an der frischen Luft bietet aus gesundheitlicher Sicht eine Reihe von Vorteilen – angepasste Kleidung natürlich vorausgesetzt. Das Immunsystem wird gestärkt und asthmatischen Beschwerden wird vorgebeugt. Zahlreiche Statistiken der letzten Jahre zeigen, dass viele Allergien durch den Aufenthalt in gereinigten oder gar desinfizierten Räumen gefördert werden. Ein bisschen »Dreck« schadet also gar nicht.

Die Kinder sind viel in Bewegung, sitzen wenig auf Stühlen und beugen so Krankheiten vor, die durch Bewegungsmangel entstehen, wie Haltungsschäden, Übergewicht und Herz-Kreislaufschwächen.

In den Isarauen ist die Lust, gefährliche Herausforderungen zu meistern, mit dem Klettern auf »hohe« Bäume und dem Überqueren »reißender« Bäche leicht auszuleben. So müssen später weniger Grenzsituationen gesucht werden, bei denen man sich selbst und andere in Gefahr bringt. Allerdings besteht in diesem »unbegrenzten« Raum des Naturkindergartens die besondere Herausforderung für die BetreuerInnen darin, darauf zu achten, dass sich die Kinder nicht überschätzen und sich nicht verletzen.

Die Kinder lernen, mit sich »gesund« umzugehen, auf sich zu achten. Sie werden gegenüber Kälte und Wärme sensibilisiert. Sie spüren ihr Bedürfnis nach Bewegung, aber auch nach Ruhe und Erholung. Erfahrungen wie »so fühl ich mich wohl in meiner Haut« oder »das tut mir gut« werden gefördert, Gesundheit als seelisch-körperliches Wohlbefinden verstanden.

Da im Winter fünf Tage am Stück draußen sehr anstrengend sein können, lockern wir von November bis April die Woche mit einem Tag in einem großen Raum auf.

Integration von Kindern mit besonderem Betreuungsbedarf

Für Kinder, die in ihren Entwicklungsverläufen eingeschränkt oder verzögert sind, bietet der Naturkindergarten gute Integrationsmöglichkeiten. Auf Grund der geringeren Gruppengröße und des situativen Ansatzes, der jedem Kind besonders auch im Freispiel maximal Zeit, Raum und Nischen gibt und nicht »die Norm« fordert, liegen dort strukturelle Bedingungen vor, die die  integrative Arbeit unterstützen. Die Stärkung der Lebens- und Handlungskompetenz des einzelnen Kindes, unabhängig von seinen körperlichen und geistigen Fähigkeiten, sind uns ebenso wichtig wie das Erleben eines Gemeinschaftsgefühls. Außerdem führt ein Kindergartentag in der Natur weniger zu der oft so problematischen Reizüberflutung.

Die genannten Bedingungen erhöhen die Chance der Integration, insbesondere für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, mit Bewegungsstörungen, mit Beeinträchtigungen der Sinneswahrnehmungen, mit verzögerter Sprachentwicklung, mit Kontaktstörungen, mit wenig Selbstbewusstsein, für Kinder,  die sehr in sich zurück gezogen oder besonders aggressiv sind. Der Kindergarten sollte mit den Eltern und gegebenenfalls mit der zuständigen Frühförderstelle die Möglichkeiten notwendiger zusätzlicher therapeutischer Maßnahmen vor einer Aufnahme klären.

Elternarbeit

Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und BetreuerInnen ist uns sehr wichtig. Wir streben eine »Erziehungspartnerschaft« an, für die ein offener Austausch entscheidend ist. Alle 4-6 Wochen finden Elternabende statt, bei denen immer auch pädagogische Belange der Gesamtgruppe und Organisatorisches mit dem Team besprochen werden. Möglichst einmal im Jahr findet ein »großes« Elterngespräch statt, welches ca 1,5 Stunden dauert. Beide BetreuerInnen und, wenn möglich, beide Elternteile tauschen sich nicht nur über die momentane Befindlichkeit des Kindes im Kindergarten und zuhause aus, sondern besprechen auch eine eventuell gerade bestehende Problematik, bei der es sinnvoll ist, eine gemeinsame Linie zu finden. Außerdem erzählen die Eltern von der Entwicklung der Vorkindergartenjahre, von besonderen, prägenden Erlebnissen und Vorkommnissen zuhause, speziellen Vorlieben und Ängsten ihres Kindes. Die BeteuerInnen berichten ihrerseits von ihren Beobachtungen aus dem sozialen Umfeld Kindergarten. Natürlich besteht für die Eltern auch die Möglichkeit, Wünsche und Fragen an die BetreuerInnen zu formulieren und sich im letzten Kindergartenjahr über Fragen zur Einschulung zu beraten.

Bei Bedarf finden »kleine« Elterngespräche zwischen einer Betreuerin und einem Elternteil statt. Für diese sind etwa 45 min vorgesehen und sie empfehlen sich dann, wenn eine bestimmte Thematik nicht mehr in den sonst auch üblichen »Tür- und Angelgesprächen« in der Bring- und Abholzeit besprochen werden kann.

Vorschulerziehung

Im Naturkindergarten Isarauen findet keine klassische Vorschulerziehung statt. Wir vertrauen darauf, dass das benötigte Wissen in Alltag und Spiel, auf den Interessen des Kindes beruhend, erworben wird. Der Naturkindergarten ist hierbei ein nahezu optimales Lernfeld, da das lebendige Umfeld die natürliche Neugierde der Kinder ganz besonders weckt. Die Kinder eignen sich hier auf spielerische, ganzheitliche Weise Fähigkeiten an, die in der Schule gebraucht werden:

* Feinmotorische Fähigkeiten beim Aufheben von kleinen Blütenblättern, zartem Anfassen von Insekten oder Abschälen von Baumrinde

* Freies Sprechen vor der Gruppe wird ausprobiert, wenn sich die Kinder neuen Kindern und Zivis oder Praktikantinnen vorstellen oder im Morgenkreis verschiedene Themen besprochen werden

* Stillsitzen üben die Kinder, wenn sie gebannt einen Regenwurm beobachten oder einer Geschichte lauschen

* Zählen der anwesenden Kinder, Tiere (fliegende Enten!), Steine, Bäume

Es ist wissenschaftlich belegt, dass Kinder aus Waldkindergärten, sowohl was soziales Miteinander als auch kognitives Lernen betrifft, sehr gut auf die Schule vorbereitet sind (siehe Literaturliste: Gorges, R.; Häfner, Peter)

Literaturliste

Beck, Alan, Katcher, Aaron: Between Pets and People: The importance of Animal Companionship, Purdu University Press, Cambridge, 1996

Bettelheim, Bruno: Ein Leben für Kinder, dtv, München, 1993

Elschenbroich, Donata: Das Weltwissen der Siebenjährigen, Goldmann Verlag, München, 2002

Freinet, Celestin: Pädagogische Werke, Schöningh Verlag

Freinet, Elise: Erziehung ohne Zwang, dtv, München, 1986

Gorges, R. (2002): Waldkindergartenkinder im ersten Schuljahr ? eine empirische Untersuchung. http://www.fbs.fh-darmstadt.de/HOMEPAGES/HomepageGorges2.htm, 24.04.2002

Gorges, R.:Vernachlässigt der Waldkindergarten die Schulfähigkeit? In: KiTa-aktuell (Ausgabe Baden-Württemberg) 1999, Heft 5, S.113-117

Gorges, R.: Der Waldkindergarten ? einaktuelles Konzept kompensatorischer Erziehung. In: Unsere Jugend 2000, Heft 6, S. 275-281

Häfner, Peter: Natur- und Waldkindergärten in Deutschland : eine Alternative zum Regelkindergarten in der vorschulischen Erziehung, http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/3135

Klein, Lothar: Freinet-Pädagogik im Kindergarten, Verlag Herder Bremen

Meyer, T. (2002): Kinder brauchen Wildnis. Erlebnispädagogik. natur & kosmos, September 2002, 22-28

Miklitz, Ingrid: Der Waldkindergarten, Luchterhand Verlag

Montessori, Maria: Kinder sind anders, dtv

Montessori, Maria: Lernen ohne Druck, Verlag Herder Freiburg

Pikler, Emmi: Der neue Umgang mit Kleinkindern

Pikler, Emmi: Laßt mir Zeit (Hrsg. Tardos, Anna), München 2001

Pikler, Emmi: Miteinander vertraut werden, Arbor Verlag

Satir, Virginia: Kommunikation ? Selbstwert ? Kongruenz, Paderborn,1990

Wild, Rebecca: Erziehung zum Sein, Erfahrungsbericht einer aktiven Schule, Arbor Verlag, 1995

Wild, Rebecca: Freiheit und Grenzen ? Liebe und Respekt, Mit Kindern Wachsen Verlag

Wild, Rebecca: Kinder in Pesta, Arbor Verlag

Winner, Anja: Der spielzeugfreie Kindergarten – ein Projekt zur Förderung von Lebenskompetenz bei Kindern – Begleitstudie zur Suchtprävention im Kindergarten. Aktion Jugendschutz. Landesarbeitsstelle Bayern e.V.. München 1996

Wisskirchen, Hubert: Die heimlichen Erzieher, Von der Macht der Gleichaltrigen und dem überschätzten Einfluss der Eltern, Kösel Verlag, München 2002

Außerdem hat uns das pädagogische Konzept des Integrations- und Waldkindergartens Unterhaching e.V. als Orientierung gedient.